Chordophone, also Saiteninstrumente, unterscheidet der Fachmann in zwei Kategorien: in gestrichene und gezupfte. Das bekannteste gestrichene ist die Geige; zu den gezupften gehört die weit verzweigte Familie der Lauten. Wir beschäftigen uns beim TFF09 mit einer ganz speziellen Gruppe, nämlich mit den Kurzhalslauten. Das entscheidende Charakteristikum: der Hals ist deutlich kürzer als der Korpus. Das bei uns bekannteste Beispiel ist die Laute mit abgeknickten Hals, bei der wir unweigerlich dazu neigen, vor das Substantiv Laute gleich noch das Adjektiv „mittelalterlich“ zu setzen, so sehr verbinden wir das Instrument mit Alter Musik oder Mittelaltermärkten.
Auch diese Laute ist höchstwahrscheinlich ein Abkömmling der arabische al ’ud, von der auch die chinesische pi’pa, die japanische biwa, die griechische Laouto und die ungarische Koboz abstammen. Die Barockmandoline hingegen ist ebenso ein später entwickelter Bastard wie die zeitgenössische schwedische Mandora. Viele – aber eben nicht alle - von ihnen weisen die Merkmale auf, die man üblicherweise mit Kurzhalslauten verbindet: Doppelsaiten, bauchiger Korpus, Knickhals. Aber alle verlangen nach virtuosen Interpreten; diese sind beim TFF09: